UBV Fürstenfeldbruck

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Lichtmesskerze soll Zeichen des Beistands sein

 

Plädoyer für Breitensport

 

Fahrt nach Wildpoldsried

Wildpoldsried, eine kleine Gemeinde mit 2500 Einwohnern im östlichen Allgäu, nahe bei  Kempten, ist Vorreiter im Bereich regenerativer Energien.  5 Windkraftanlagen stehen  in diesem Ort, Biogasanlagen und eine zentrale Wärmeversorgung, die mit Holzpellets betrieben wird. Wildpoldsried hat bereits das Ziel erreicht, das sich der Landkreis Fürstenfeldbruck für das Jahr 2030 gesetzt hat, nämlich sich vollkommen autark aus regenerativen Energien zu versorgen. Photovoltaik auf allen öffentlichen und vielen Privatgebäuden sowie die Nutzungvon Erdwärme tragen mit dazu bei, dass die Wildpoldsrieder das 2,5 fache ihres Eigenverbrauchs an Energie erzeugen.Die  UBV nutzte ihren diesjährigen Sommerausflug zu einer Fahrt nach Wilpoldsried, um die Entwicklungen dieser fortschrittlichen Allgäugemeinde  unter die Lupe zu nehmen. Die 25 interessierten Landkreisbürger unter Leitung des Energiereferenten im Brucker Kreistag, Max Keil wurden in Wildpoldsried vom 1. Bürgermeister Arno Zengele persönlich begrüßt. Dieser schilderte sehr anschaulich, wie in seiner Gemeinde das starke ökologische Bewusstsein  und das große Engagement der Dorfbewohner entstand. Als wichtigstes Erfolgsrezept erwies sich die umfangreiche  Bürgerbeteiligung bei allen Maßnahmen. So entsteht auch immer wieder neue Motivation, zum Beispiel beim Energiesparen durch Wärmedämmung und intelligente Stromnutzung.Besonders interessiert war die Besuchergruppe aus Fürstenfeldbruck vor alleman den Windkraftanlagen, deren Energieausbeute  erstaunlich hoch ist . Bei einer Wanderung zu den Windturbinen konnte man feststellen, dass sowohl der Landschaftseingriff als auch die Belastung für Mensch und Natur akzeptabel ist. Max Keil äußerte abschließend die Überzeugung, dass auch der Landkreis Fürstenfeldbruck die Energiewende schaffen wird. Der Besuch in Wilpoldsried spornt uns wieder an, sagte er zu BürgermeisterZengele und übergab zum Dank eine Tasche voller heimischer Energie in der Form von BRUCKER LAND - Nahrungsmitteln.

 

 

Neue UBV-Fraktion nimmt Arbeit auf

Mit der konstituierenden Sitzung des Kreistages hat auch die neu gewählte UBV – Fraktion ihre Arbeit aufgenommen.
Neuer Sprecher ist Klaus Quinten aus Fürstenfeldbruck, sein Stellvertreter ist Max Keil aus Puchheim.
Alfred Streicher aus Germering ist Mitglied im Umwelt- und Planungsausschuss, Klaus Quinten vertritt die UBV im Kulturausschuss und im Jugendhilfeausschuss.
Max Keil bleibt Mitglied im Kreisausschuss, Keil wurde vom Kreistag als Referent für Umwelt und Energie benannt.
Die UBV – Kreisräte haben zur Besetzung der kleineren Ausschüsse eine Ausschussgemeinschaft mit den Vertretern von FDP und ÖDP gebildet.
Leider wurde durch eine Intervention von CSU, SPD und Freien Wählern eine Mitarbeit der UBV-Kreisräte im Verwaltungsrat der  Kreisklinik und der GfA verhindert. Die Begründung der “Großen Koalition“ für diese Verhinderungsaktion war, hier gehe es um “externe Aufgaben“, bei denen nicht der Verteilungsschlüssel für die Kreistagsausschüsse angewandt werden müsse.
Es versteht sich von selbst, dass die UBV hier nicht klein beigeben will und sich für eine Besetzungsmodus einsetzt, wie er schon seit Jahrzehnten praktiziert wird.  Wir werden die Angelegenheit von der Regierung von Oberbayern kommunalrechtlich überprüfen lassen.
Die UBV – Kreisräte wollen gemäß dem Wählerauftrag bestmöglich in allen Fachbereichen mitarbeiten.

Mit freundlichen Grüßen 


Klaus Quinten, UBV-Fraktionsvorsitzender

 

Podiumsdiskussion der Unabhängigen Bürgervereinigungen UBV und ubp zum Thema Chancengerechtigkeit

Unter der Moderation von Achim Puhl diskutierten Fachkräfte aus verschiedenen Initiativen und politisch Aktive der Unabhängigen Bürgervereinigungen über die Möglichkeiten in Zusammenarbeit von Kommunalpolitikern und Bürgerinitiativen, mehr Chancengerechtigkeit zu fördern.
Dr. Klaus Kortmann, Dr. Rudolf Pettinger, Ilona Wiebers und Dr. Reinhold Koch brachten Vorschläge ein, wie benachteiligte Kinder und Jugendliche von Anfang an gefördert werden können. Dr. Pettinger, der das Frühförderprogramm Opstapje nach Deutschland gebracht hat, stellte insbesondere heraus, dass Menschen aus dem gleichen Kulturkreis und mit ähnlichem sozialen Milieu als Unterstützer benachteiligter Familien eine wichtige Rolle spielen können. Professionelle sind nicht überall notwendig, was jedoch nicht dazu führen dürfe, dass versucht wird, soziale Arbeit auf ehrenamtlichen Schultern abzuladen. Auch bedeute Ehrenamtlichkeit nicht, dafür keine finanzielle Entschädigung zu erhalten. Verlässliche ehrenamtliche Strukturen benötigen auch eine finanzielle Anerkennung. Dr. Kortmann stellte die Initiative SCHUB (Schul- und Berufsabschluss für alle) vor, mit deren Hilfe insbesondere der Übergang zwischen Schule und Beruf erleichtert werden soll. Auch wenn das Projekt erst am Anfang steht, lassen sich erste Erfolge verbuchen: Die Wahrnehmung der Problematik habe sich deutlich erhöht und auch politisch wird zunehmend erkannt, dass hier Handlungsbedarf besteht. Ilona Wiebers stellte insbesondere die frühkindliche Sprachförderung heraus. Dies sei eine wesentliche Voraussetzung für Prävention und Integration. Durch gezielte Kooperation und Vernetzung können bestehende Systeme noch effektiver arbeiten. Dr. Koch machte das große Engagement der Gemeinde deutlich. Wesentlich sah er Bedarf des weiteren Ausbaus der institutionellen Einrichtungen wie Schulen, Krippen und Kindergärten.
Rudolf Pettinger warb zum Schluss dafür, auf lokaler Ebene eine Teil-Jugendhilfeplanung zu erstellen, bei der alle Träger und Initiativen in die Planung integriert sind. Nur so lassen sich Vernetzungen herstellen. Einen Entsprechenden Weg hat Dr. Pettinger bereits in München mit großem Erfolg moderiert.


Auf dem Foto sehen Sie von links : Dr, Klaus Kortmann, Dr. Rudolf Pettinger, Achim Puhl, Ilona Wiebers, Dr. Reinhold Koch

 


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